Amok-Mutter stürmt Bezirksamt

Blut-Drama im Jugendamt Eimsbüttel +++ Nathalie R. (39) sticht Mitarbeiterin (55) nieder +++ Opfer in Lebensgefahr +++ Es ging ums Sorgerecht +++ Polizei im Großeinsatz

Schwer bewaffnete Polizisten des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) laufen durch die Eingangshalle des Bezirksamts Eimsbüttel am Grindelberg. In einem Büro im sechsten Stock hat sich Nathalie R. (39) mit ihrer Tochter (18) verschanzt. Die Mutter hat eine Mitarbeiterin des Jugendamts niedergestochen! Birgitt R. (55) schwebt in Lebensgefahr.

Es ist gegen 16 Uhr, als ein Mitarbeiter die Schmerzensschreie seiner Kollegin aus Zimmer 666 hört. Er eilt zu ihrem Dienstzimmer, zieht die blutüberströmte Frau über den Flur in ein benachbartes Büro. Dann leistet er Erste Hilfe, alarmiert Polizei und Feuerwehr.

Birgitt R. ist schwer verletzt. Mindestens acht Mal hat die Amok-Mutter auf die 55-Jährige eingestochen, ihr die Klinge in Oberschenkel, Oberarm und Rücken gejagt.

Im Bezirksamt spitzt sich die Lage weiter zu. Die Frauen haben sich eingeschlossen. Immer wieder tauchen sie am Fenster auf, sehen draußen das Großaufgebot der Polizei. Nathalie R. telefoniert ständig mit ihrem Handy, wirkt hochnervös. Stürzt sie sich mit ihrer Tochter gleich in den Tod? Feuerwehrmänner bauen auf dem Rasen unter dem Fenster vorsorglich einen sogenannten Sprungretter auf. Eine Psychologin wird alarmiert. Derweil geht die Spezialeinheit im Gebäude in Stellung, wartet auf weitere Anweisungen der Einsatzleitung.

Dann der entscheidende Anruf!

Gegen 17.30 Uhr wählt Nathalie R. den Polizeiruf 110. Sie kündigt an, dass sie mit ihrer Tochter aufgeben will. Die Beamten fordern die Frauen auf, sich flach auf den Boden zu legen.

Mit den Waffen im Anschlag stürmen MEK-Beamte das Büro, nehmen die Angreiferin fest, die Tochter wird in Gewahrsam genommen. Vermutlich stach die polizeilich wegen Raubes und Körperverletzung bekannte Nathalie R. auf die Sachbearbeiterin ein, weil sie in den Streit um das Sorgerecht ihrer jüngsten Tochter (4) geraten waren.

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Bei den Frauen fanden Polizisten zwei Messer und eine Pistole. Die genauen Hintergründe der blutigen Tat muss die Mordkommission jetzt klären.

Amok-Mutter stürmt Bezirksamt

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