foodsharing News: Wir feiern 3 Jahre foodsharing – und 3 Mio. Kilo gerettete Lebensmittel!!

normalerweise wird beim 3-jährigen “Heute kann es regnen, stürmen oder schneien…” gesungen – bei uns ist das etwas anders, denn es gibt ja inzwischen den foodsharing-Song! Vor drei Jahren, am 12.12.2012 ging foodsharing.de online! In dieser Zeit ist unglaublich viel passiert: Es wurden über 3 Millionen Kilogramm Essen gerettet von inzwischen 12.000 Foodsavern! Darüber hinaus bildete sich eine beeindruckende Community, neue Freundschaften wuchsen und ganz viele Menschen wurden für das Thema Essensver(sch)wendung sensibilisiert!

1. Was in nur drei Jahren alles passieren kann

2. yunity: Weltweites Retten & Teilen von Lebensmitteln und anderen Dingen

3. Hast Du schon den Wegwerfstopp für Supermärkte unterschrieben?

4. Hamburg: 30 Min. TV-Dokumentation über foodsharing

5. Kiel: foodsharing beim Vortrag von Zero-Waste-Guru Bea Johnson

6. Rette Essen von Supermärkten, Bäckereien, Martständen usw. vor der Tonne!


1. Was in nur drei Jahren alles passieren kann

Drei Jahre foodsharing – das sind in Zahlen: über 2.000 Kooperationen, rund 12.000 Foodsaver bei 230.000 Abholungenüber 100.000 NutzerInnen, mehr als 1,7 Mio. Seitenaufrufen pro Monat und sagenhafte 3 Millionen Kilogramm gerettete Lebensmittel!

Angefangen hat es ganz klein – als Raphael Fellmer mit der Bio Company in Berlin die erste, legale Kooperation startete – noch organisiert über Excel-Tabellen. Valentin Thurn gründete etwa zur gleichen Zeit den foodsharing e.V. und rief die Plattform foodsharing.de für Essenskörbe ins Leben. Daraus ist eine Bewegung gewachsen – eine große Community aus Menschen, die Essen teilen und retten.

Eine Bewegung, die mittlerweile viele Menschen erreicht. Besonders deutlich wurde dies im Mai beim internationalen foodsharing-Treffen in Berlin: 500 begeisterte Menschen aus verschiedenen Nationen und Altersgruppen, die ein Wochenende gemeinsam verbrachten. Immer mehr Menschen erfahren durch Medienberichte, Verteil-Aktionen, Infostände etc. von foodsharing – und dafür bist Du mitverantwortlich! Ohne Dich, die Menschen bei Dir vor Ort und Dein Engagement wäre all das nicht möglich geworden! Es macht uns überglücklich, dass inzwischen so viele Menschen mit Herzblut dabei sind und sich für die Wertschätzung von Lebensmitteln einsetzen! All das ist nur möglich gewesen, Dank über 500.000 Stunden ehrenamtlichen Einsatzes und dafür sind wir allen Menschen sehr dankbar!

Neben der Community und den vielen ‘Rettungen’ ist noch etwas anderes entstanden: Wir hören von immer mehr Betrieben, die bewusster mit Lebensmitteln umgehen, seit sie mit foodsharing kooperieren! Durch unser Handeln können wir auch langfristig für weniger Verschwendung sorgen. Mittlerweile sind wir auch auf politischer Ebene aktiv geworden: Beim Essensretter-Brunch der ‘Genießt Uns’ Initiative in Berlin haben wir eine große Öffentlichkeit erreicht – und durch die Kampagne ‘Leere Tonne’ adressieren wir nunmehr direkt die Politik. Darüber hinaus kooperieren wir seit diesem Jahr mit der Tafel. Wir zeigen, dass wir uns gemeinsam stark machen gegen Lebensmittelverschwendung!

Das sind inzwischen so viele Erfolge, dass wir uns sehr auf 2016 freuen und schon sehr gespannt sind, auf was wir – Dank Dir- im Newsletter nächstes Jahr zurück blicken können 😉


2. yunity: Weltweites Retten & Teilen von Lebensmitteln und anderen Dingen

Wir haben in den letzten Newslettern schon über die Internationalisierung von foodsharing berichtet und wie das mit der neuen Open Source-Plattform yunity zusammenhängt. Für uns erfüllt sich ein großer Traum: Es werden endlich nicht nur Lebensmittel, sondern auch andere Güter (z.B. Möbel, Bücher, Blumen, Handy), Fähigkeiten (wie Gitarre spielen) oder Räumlichkeiten geteilt und gerettet!

Dabei ändert sich für foodsharing nichts Grundsätzliches: Die foodsharing.de-Domain sowie der Name foodsharing bleiben bestehen. Lediglich ermöglicht die Plattform nach und nach auch weitere Teil- und Rettungs-Funktionen zu nutzen und wird allen NutzerInnen insgesamt einen deutlich höheren Komfort bieten!

Weitere Infos über yunity, die Ziele und ausführliche FAQ über den Zusammenhang mit foodsharing findest Du in diesem Blogpost.
Wenn auch Du mit helfen möchtest, diesen Traum zu verwirklichen, dann freuen wir uns sehr auf Deine Unterstützung! Besonders gesucht sind ProgrammiererInnen, GrafikerInnen, ÜbersetzerInnen und OrganisatorInnen. Außerdem suchen wir einen temporären bzw. langfristigen Ort für die Wuppdays, an dem sich die Ehrenamtlichen für die Entwicklung treffen, planen, wirken und wohnen können! Melde Dich gerne unter mail@yunity.org!

Erfahre hier mehr zu yunity, Antworten auf häufige Fragen und wo Du Dich engagieren kannst. Wir freuen uns auf Dich!

3. Hast Du schon den Wegwerfstopp für Supermärkte unterschrieben?

Der Handel ist für 14% der Lebensmittelverschwendung in Deutschland verantwortlich – und unglaubliche 90% davon sind vermeidbar! Deswegen fordert die Kampagne ‘Leere Tonne’ ein Gesetz, das Supermärkten verbietet, genießbares Essen wegzuwerfen. Stattdessen soll es an gemeinnützige Organisationen wie foodsharing oder die Tafel gespendet werden. Wenn auch Du mit dieser Forderung die Verschwendung beenden möchtest, dann kannst Du das innerhalb von 30 Sekunden auf leeretonne.de machen! Dort findest Du auch weitere Hintergrundinfos. Gib jetzt Deine Stimme ab, über 37.000 Menschen haben bereits unterzeichnet.

Auch Raphael Fellmer unterstützt die Kampagne: “Ich bin über­zeugt, dass die Aktion ‘Leere Tonne’ ein wich­ti­ger Bestand­teil sein wird, um Lebens­mit­tel in Zukunft auf geson­derte Weise zu ent­sor­gen. Näm­lich so, dass sie dort lan­den, wo sie hin­ge­hö­ren: In unse­re Mägen.”


4. 30 Min. TV-Dokumentation über foodsharing Hamburg

Im Oktober wurde foodsharing Hamburg von einem kleinen TV-Team begleitet.

Entstanden ist eine 30-minütige Dokumentation – nur über uns!

In der Sendung NaturNah wurde foodsharing umfangreich vorgestellt. Von Verteilen, über Kochworkshops, bis zum Kochen für Flüchtlingshelfer zeigt die Reportage Hamburger Lebensmittelretter und das Netzwerk aus vielen weiteren Menschen und sozialen Projekten, die von Foodsavern unterstützt werden.

Die Sendung wurde am 24.11. beim NDR ausgestrahlt und Du kannst sie unter diesem Link auf unserem Youtube-Kanal anschauen.

Beigetragen von Flo aus Hamburg

 

5. foodsharing Kiel beim Vortrag von Zero-Waste-Guru Bea Johnson

Die kalifornische Bloggerin und Preisträgerin des “Green Awards” (2011) Bea Johnson und ihre Familie leben seit 2008 müllfrei und produzieren nur noch 1L Müll pro Jahr und sparen dadurch bis zu 40% ihrer Ausgaben! Am 19.11. war sie in Kiel und hat vor mehr als 250 Zuhörern ihr Zero Waste Home vorgestellt. Neben anderen innovativen Projekten wie „unverpackt“, dem ersten Zero-Waste-Laden Deutschlands, war auch foodsharing mit dabei und hat für alle Interessierten übers Lebensmittelretten und -teilen informiert.

Zu einem gesamtheitlichen Konsumverhalten und Miteinander gehört aber nicht nur die ‘Verwendung statt Verschwendung’ von Lebensmitteln: Viele unserer alltäglichen Gebrauchsgegenstände sind unnötig verpackt oder bestehen aus Plastik – und sind somit: umwelt- oder gar gesundheitsschädlich! Bea Johnsons Vortrag hat gezeigt, wie wir unser Leben mit Erlebnissen statt Gegenständen bereichern können, wenn wir dem Prinzip:  “Refuse, Reduce, Reuse, Recycle and Rot” folgen. Und vor allem – es macht das Leben nicht komplizierter, sondern leichter! Natürlich lässt sich manches an Verpackung nicht vermeiden, beispielsweise ist es besonders schwierig, selbst einen Lippenpflegestift herzustellen. Beas waghalsige Experimente mit Brennesseln führten zwar zu volleren aber auch zu schmerzenden und brennenden Lippen.

Aber kleine Schritte können schon viel ausmachen, wie das Einkaufen mit Einmachgläsern und Baumwollbeuteln oder die Wahl von Zahnbürsten aus Bambus statt Plastik. Fortgeschrittene können sogar ihr eigenes Haarspray mit Leitungswasser und Zitronensaft herstellen!

Alle, die mehr über die Möglichkeiten und Vorteile eines Zero-Waste-Lifestyles lesen möchten, können Bea Johnsons Blog (auf Englisch) besuchen: www.zerowastehome.com

Beigetragen von Vanessa aus Kiel


6. Rette Essen von Supermärkten, Bäckereien, Martständen usw. vor der Tonne!

Wir laden Dich nochmals herzlich dazu ein, selbst Foodsaver zu werden. Hilf dabei, legal Lebensmittel aus mehr als 2.000 Betrieben, Supermärkten, Tankstellen oder Marktständen vor der Tonne zu bewahren – für alle, die mehr machen wollen, als Essenskörbe online zu stellen bzw. welche abzuholen!

Informiere Dich dafür im foodsharing-Wiki, mach das Quiz und werde Foodsaver.

Wir wünschen Dir ein frohes Weihnachtsfest und freuen uns auf ein erlebnisreiches Jahr 2016 mit Dir!

Dein foodsharing Newsletter-Team

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Gibt es News, Ideen oder tolle Erfahrungen aus Deiner Stadt oder AG, die in den nächsten Newslettern erscheinen sollen? Dann schreib uns gerne Deinen Beitrag an newsletter@lebensmittelretten.de oder tritt der AG “Social Media – Newsletter” bei!

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Du möchtest überregional aktiv werden? Wo wir gerade noch Unterstützung brauchen, findest Du unter http://wiki.lebensmittelretten.de/Mitarbeit !

https://foodsharing.de/statistik

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