Nahrung Foodsharing: Lebensmittel retten statt wegwerfen

Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten haben oder die nicht mehr makellos aussehen, landen häufig im Müll. Um die Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten und Betrieben zu minimieren, hat sich 2012 die Initiative Foodsharing gegründet. Über 90 000 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind seitdem bereits aktiv geworden, um Lebensmittel abzuholen, zu teilen und wiederzuverwerten. Eine von ihnen ist die Hernerin Gaby Greiner.

Sie ist eine von insgesamt 350 regionalen Organisatoren, so genannten Botschaftern, die die Abholung von Lebensmittel aus dem Einzelhandel und die Verteilung vor Ort koordinieren. „Ich habe mich schon immer für den Umweltschutz und ökologische Dinge eingesetzt“, erzählt sie im Gespräch mit der WAZ. Im vergangenen Jahr habe sie sich entschlossen, im Bereich „Lebensmittelretten“ aktiv zu werden.

Als „Foodsaver“ (Engl.: Lebensmittelretter) holt sie Lebensmittel aus Betrieben ab, die andernfalls weggeworfen würden: „Verpackte Sachen sind meistens über dem MHD, Backwaren vom Vortrag, Obst und Gemüse angetitscht“, erklärt sie. All das sei jedoch kein Grund, die Ware verkommen zu lassen, meint sie und nennt als Beispiel das „tausendjährige Salz“ mit MHD-Aufdruck. „Kaum wird etwas verpackt, steht ein Datum drauf“, beklagt Greiner. Dabei genüge häufig der gesunde Menschenverstand: Ist kein Schimmel zu sehen, die Konsistenz, Geschmack und Geruch noch gut, sei das Essen meistens auch genießbar.

Die „geretteten“ Lebensmittel, so nennen sie die Foodsaver, stellt Greiner im Internet ein (siehe Infobox), so dass andere Menschen sie bei ihr abholen können. „Dafür habe ich im Keller einen Extrakühlschrank stehen, den ein Betrieb ausgemustert hat“. Vor allem ihre Nachbarn und Freunde, häufig aber auch Fremde, verwerten die Lebensmittel mit ihr, die sie aktuell vor allem in Dortmund und Recklinghausen abholt.

Speisen „fair-teilen“
„Man spricht sich ab und übergibt dann die Sachen“, erklärt sie. Alternativ bestückt sie gemeinsam mit Kollegen aus den Nachbarstädten auch diverse„Fair-teiler“, öffentliche Sammelstellen für zu verteilende Speisen. Sie stehen unter anderem in Recklinghausen, Dortmund und Bochum.

„Gerettete Lebensmittel sind immer kostenlos“, betont Greiner. Es gehe allein darum, die Lebensmittelverschwendung aufzuhalten. „Darum arbeiten wir alle ehrenamtlich. Jeder, der auch nur zwei, drei Stunden Lust und Zeit hat, mitzumachen, ist herzlich eingeladen, mitzumachen“, lädt Gaby Greiner ein.

Laura Konieczny

 

http://www.foodsharing.de

 

Quellenangabe:

Foodsharing: Lebensmittel retten statt wegwerfen | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/foodsharing-lebensmittel-retten-statt-wegwerfen-id11563624.html#plx1374325865

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